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Allgemeine Reiseinformationen

Das wichtigste in Kürze:

Chile – Reisen

Visum: Nein, sondern Touristenkarte „Tarjeta de Turismo“, Erhalt automatisch bei Einreise, 90 Tage gültig


Impfungen: nein


Landessprache: Spanisch


Währung: Chilenischer Peso (CLP)
1 CLP = 100 Centavos


Wechselkurse:


1 EUR = 793,14 CLP
100 CLP = 0,12608 EUR
1 CHF = 724,26 CLP
100 CLP = 0,13807 CHF
(Kurs vom 12.01.2016)


Telefon Vorwahl: +56
Zeitzonen: UTC-4
Stromspannung: 220 V

Ein Reisepass genügt für die Einreise, Beantragung eines Visums nicht erforderlich. Bei Kindern bitte die Geburtsurkunde mitführen bei der Einreise.

Zoll

Gegenstände, die für den persönlichen Bedarf des Einreisenden während der Fahrt und des Aufenthalts bestimmt sind, können zollfrei eingeführt werden.

Ein Einfuhrverbot besteht für frische Nahrungsmittel (Milchprodukte, Obst und Gemüse, Fleisch- und Wurstwaren) sowie Pflanzen. Waffen, Drogen und Pornographie dürfen unter keinen Umständen eingeführt werden.

Devisen dürfen unbegrenzt ein- und ausgeführt werden.

Währung

Die chilenische Währung ist der Peso (CLP) und wird etwas irreführend mit dem Dollarzeichen $ abgekürzt. Der Wechselkurs pendelt derzeit um 1 EUR = 727 CLP (Januar 2015). Die Inflationsrate ist in den letzten Jahren auf rund 3 Prozent gesunken.

Die chilenische Währung besteht aus Münzen zu 1, 5, 10, 50, 100 und 500 Peso sowie Banknoten zu 1.000, 2.000, 5.000, 10.000 und 20.000 Chilenische Peso (CLP).

Geld und Transfer

Am bequemsten ist das Abheben von Bargeld (Pesos) mit der EC/Maestro-Karte (pro Tag maximal 300.000 Pesos = ca. 400 EUR) an den Bankautomaten der Redbanc-Kette in allen größeren Städten. Das kostet ca. 3-5 EUR pro Abhebung zu den besten Kursen.

Bezahlen kann man fast überall mit den gängigen Kreditkarten. Wer mit der Kreditkarte Bargeld abhebt, muss mit größeren Bankgebühren rechnen.

Etliche deutsche Banken haben Vertragspartner in Chile, was ggf. den Transfer größerer Beträge erleichtert; am besten vor der Reise bei der Hausbank erkundigen.

Wer Reiseschecks und/oder Bar-Dollars/Euros mitbringt, sollte diese besser in Wechselstuben statt in Banken tauschen (nie auf der Straße!). Am Flughafen nur das Nötigste tauschen; die Kurse sind ungünstig. Am Wochenende tauschen auch die größeren Hotels, allerdings zu schlechten Kursen.

Kriminalität

Chile ist das sicherste Reiseland in Südamerika. Touristen können sich frei und unbekümmert bewegen, sollten lediglich die armen Randbezirke großer Städte meiden und in deren Zentren Vorsicht walten lassen. Dort agieren, wie fast überall auf der Welt, geschickte Taschendiebe. Es ist ratsam, Handtaschen und Rucksäcke ständig fest vor dem Körper zu halten und sich – vor allem im Gedränge des Zentrums und in öffentlichen Verkehrsmitteln – nicht ablenken zu lassen (häufiger Trick).

Größere Geldbeträge, Flugtickets und Pässe sollten sicher verwahrt und nicht mit sich herumgetragen werden. Lassen Sie in Cafés und Restaurants nie Taschen über den Stuhl hängen oder unbeaufsichtigt! Es gibt jedoch kaum Fälle von Raubüberfällen mit Gewaltanwendung.

Rauchen

Es besteht Rauchverbot in Teilen der Öffentlichkeit. Demnach ist das Rauchen in Schulen, Krankenhäusern, Behördengebäuden, Stadien, Bussen und in anderen öffentlichen Einrichtungen nicht mehr gestattet. Der Nichtraucherschutz in Restaurants wurde hingegen nicht konsequent umgesetzt.

Mitbringen

In Santiago sind sämtliche Gegenstände des täglichen Bedarfs erhältlich. Deutsche Produkte sind zumindest in den „Jumbo“-Supermärkten erhältlich. Tampons sind teuer und entsprechen nicht den in Deutschland üblichen Produkten. Kleidung und Schuhe in großen Größen sind etwas schwieriger zu bekommen.

Hier die offizielle Reiseinformation des Auswärtigen Amtes:

Einreisebestimmungen für deutsche Staatsangehörige

Reisedokumente

Die Einreise ist für deutsche Staatsangehörige mit folgenden Dokumenten möglich:

Reisepass: Ja

Vorläufiger Reisepass: Ja

Personalausweis: Nein

Vorläufiger Personalausweis: Nein

Kinderreisepass: Noch nicht offiziell anerkannt, wird aber in der Praxis akzeptiert

Anmerkungen:
Reisedokumente müssen noch mindestens sechs Monate gültig sein.
Kindereinträge im Reisepass eines Elternteils sind seit dem 26.06.2012 nicht mehr gültig. Jedes Kind benötigt ein eigenes Ausweisdokument.

Visum

Für einen kurzfristigen Aufenthalt zu Tourismus- oder Besuchszwecken ist kein Visum erforderlich. Bei der Einreise wird an der Grenze kostenlos eine "Tarjeta de Turismo" (Touristenkarte) ausgestellt, die zu einem Aufenthalt von maximal 90 Tagen berechtigt.

Die "Tarjeta de Turismo" muss beim Verlassen des Landes zurückgegeben werden.
Bei Verlust oder Diebstahl muss daher vor Ausreise von der "Policía Internacional" in Santiago (Morandé 672, Santiago Centro, Tel. +56 2 26809110, oder am Flughafen, Tel. +56 2 26901781) bzw. in anderen Regionen von der "Policía de Investigaciones" eine Ersatzkarte ausgestellt werden.

Der Aufenthalt kann gegen eine Gebühr von 100,- US$ einmalig um 90 Tage verlängert werden. Zuständig sind hierfür das "Departamento de Extranjería" in Santiago (San Antonio 580, Tel. +56 2 24863000) bzw. in anderen Regionen die jeweilige "Gobernación Provincial".

Geld / Kreditkarten

Kreditkarten können grundsätzlich verwendet werden; Einschränkungen für deren Benutzung sind lediglich in kleineren Orten gegeben. Bargeld kann an den meisten Geldautomaten unter Eingabe der PIN per Kreditkarte oder EC-Karte mit Maestro-Zeichen älteren Ausgabedatums (kein V-Pay-Zeichen) abgehoben werden. Geldautomaten sollten aus Sicherheitsgründen nur während der Geschäftszeiten benutzt werden. Es wird empfohlen, grundsätzlich keine größeren Bargeldmengen bei sich zu tragen.

Das Preisniveau in Chile ist im Vergleich zu anderen südamerikanischen Ländern relativ hoch; es sollten ausreichend Reisemittel eingeplant werden.

Reisen mit minderjährigen Kindern

Hinweise für die Reise mit Minderjährigen

Für Reisen mit minderjährigen Kindern gelten in Chile besonders strikte Vorschriften.

Auch wenn diese grundsätzlich nur für in Chile lebende Kinder gelten, kommt es des Öfteren auch zu erheblichen Problemen für Touristen.

Die chilenischen Vorschriften besagen, dass bei Ein- und Ausreise aus Chile für allein oder nur mit einem Elternteil reisende minderjährige Kinder eine von einem chilenischen Notar oder einer chilenischen Auslandsvertretung beglaubigte Reisegenehmigung mitgeführt werden muss, die von dem/den nicht mitreisenden Elternteil(en) erteilt wird. Zur Erteilung der Reisegenehmigung muss neben den gültigen Ausweisdokumenten von Eltern und Kind auch die Geburtsurkunde vorgelegt werden. Nach Einreise in Chile muss die bei einer chilenischen Auslandsvertretung unterzeichnete Reisegenehmigung vom chilenischen Außenministerium legalisiert werden.

Das Auswärtige Amt empfiehlt daher, bei Reisen mit minderjährigen Kindern sicherheitshalber auch eine Geburtsurkunde (Original oder beglaubigte Kopie) mitzuführen.

Bei Fragen wenden Sie sich bitte an eine der chilenischen Auslandsvertretungen in Deutschland.

An- bzw. Abreise über die USA

Deutsche, die mit ihrem Europapass über die USA nach Chile reisen, müssen berücksichtigen, dass ihnen im Falle des Verlustes ihres Reisepasses von der Deutschen Botschaft Santiago kurzfristig lediglich ein vorläufiger Reisepass ausgestellt werden kann. Mit diesem Pass ist ein US-Visum für die Rückreise über die USA erforderlich. Hierdurch kann der geplante Reiseverlauf möglicherweise erheblich beeinträchtigt werden.

Besondere Zollvorschriften

Gegenstände, die für den persönlichen Bedarf des Einreisenden während der Fahrt und des Aufenthalts bestimmt sind, können zollfrei eingeführt werden.

Ein striktes Einfuhrverbot besteht für frische Nahrungsmittel (Milchprodukte, Obst und Gemüse, Fleisch- und Wurstwaren) sowie Pflanzen, Waffen, Drogen und pornographisches Material. Verstöße (auch der versehentlich nicht deklarierte Apfel im Handgepäck) werden mit hohen Bußgeldern und in schwerwiegenden Fällen auch mit Inhaftierung geahndet. Grundsätzlich sollten alle mitgeführten Lebensmittel, auch noch original verpackte, wie etwa Nüsse, auf dem Einreiseformular angegeben werden.

Devisen dürfen unbegrenzt ein- und ausgeführt werden. Reisende, die Bargeld oder Wertpapiere im Wert von mehr als 10.000,- US$ mitführen, müssen dies dem Zoll anzeigen.

Zu den vorgenannten Einfuhrbestimmungen muss bei Einreise ein Formular (Spanisch/Englisch) in Form einer eidesstattlichen Erklärung ausgefüllt und unterschrieben werden.

Für im persönlichen Gepäck mitgeführte (grundsätzlich anmeldepflichtige) Neuwaren gilt im Allgemeinen als obere Wertgrenze 500,- US$, darüber hinaus muss Zoll bezahlt werden.

Besondere strafrechtliche Vorschriften

Drogenkonsum und –handel werden auch bei kleinen Mengen mit hohen Haftstrafen geahndet. Auch die Mitnahme bzw. Transport von Gegenständen für Dritte ohne Kenntnis des Inhalts kann daher verhängnisvolle Folgen haben.

Bei Unfällen mit Personenschäden ist mit Untersuchungshaft für alle Beteiligten zu rechnen. Bei Verhaftungen sollte auf sofortiger Unterrichtung der deutschen Botschaft bestanden werden.

Medizinische Hinweise

Zika-Virus-Infektion

Bisher sind auf dem Festlandteil von Chile lediglich eingeschleppte Infektionen bekannt geworden. Da die Überträgermücken nicht vorkommen, wird eine Gefahr für die Bevölkerung hier nicht gesehen.

Auf den zu Chile gehörenden Osterinseln sind 2014 und 2015 Infektionen bekannt geworden, dort kommt auch die Überträgermücke vor.

Impfschutz

Eine gültige Impfung gegen Gelbfieber für alle Reisenden ab dem vollendeten ersten Lebensjahr wird bei Einreise aus einem Gelbfiebergebiet auf die Oster-Inseln gefordert, siehe auch

Das Auswärtige Amt empfiehlt weiterhin, die Standardimpfungen gemäß aktuellem Impfkalender des Robert-Koch-Institutes für Kinder und Erwachsene anlässlich einer Reise zu überprüfen und zu vervollständigen (www.rki.de).

Dazu gehören auch für Erwachsene die Impfungen gegen Tetanus, Diphtherie, ggf. auch gegen Pertussis, Mumps, Masern Röteln (MMR), Pneumokokken und Influenza.

Als Reiseimpfungen werden zudem Hepatitis A, bei Langzeitaufenthalt auch Hepatitis B empfohlen; nur bei besonderer Exposition ggf. auch Tollwut und Typhus.

Malaria

Chile ist malariafrei

Dengue-Fieber

Dengue wird derzeit nur auf der Osterinsel durch tagaktive Mücken übertragen. Die Erkrankung geht in der Regel mit Fieber, Hautausschlag sowie ausgeprägten Gliederschmerzen einher und betrifft zunehmend auch Reisende.

In seltenen Fällen treten insbesondere bei Kindern der Lokalbevölkerung zum Teil schwerwiegende Komplikationen inkl. möglicher Todesfolge auf. Diese sind jedoch bei Reisenden insgesamt extrem selten.

Da es derzeit weder eine Impfung bzw. Chemoprophylaxe noch eine spezifische Therapie gegen Dengue gibt, besteht die einzige Möglichkeit zur Vermeidung dieser Virusinfektion in der konsequenten Anwendung persönlicher Maßnahmen zur Minimierung von Mückenstichen, (s. u.).

Leishmaniasis

Die kutane und mukokutane Form kommt (sehr selten, Zentral- und Nord-Chile) vor. Die einzelligen Parasiten werden ebenfalls durch Sandmücken übertragen. Auch in dieser Hinsicht ist ein Schutz vor Mücken empfehlenswert (s. u.).

Aufgrund der mückengebundenen Infektionsrisiken wird allen Reisenden empfohlen:

  • körperbedeckende helle Kleidung zu tragen (lange Hosen, lange Hemden),

  • ganztägig Insektenschutzmittel auf alle freien Körperstellen wiederholt aufzutragen

  • ggf. unter einem imprägnierten Moskitonetz zu schlafen.

HIV/AIDS

Durch ungeschützte sexuelle Kontakte und bei Drogengebrauch (unsaubere Spritzen oder Kanülen) besteht grundsätzlich das Risiko einer lebensgefährlichen HIV/AIDS-Infektion. Kondombenutzung wird immer, insbesondere aber bei Gelegenheitsbekanntschaften empfohlen.

Durchfallerkrankungen und Cholera

Der Verzehr roher Fleisch-, Geflügel-, Fisch- bzw. Eier-Speisen sollte vermieden werden.

Hantavirus

Diese insgesamt seltene Erkrankung kann landesweit in der Regel in ländlichen Gebieten nach durchschnittlich 2-4 Wochen nach Aufnahme von mit Hantaviren kontaminierten Sekreten infizierter Nagetiere über die Atemwege bzw. den Magen-Darm-Kanal zu grippeähnlichen Symptomen wie Kopf- und Gliederschmerzen führen.

In seltenen Fällen können tödliche Komplikationen durch Befall der Nieren oder des Herz-Lungensystems entstehen (hämorrhagisches Fieber mit renalem Syndrom, HFRS oder kardio-pulmonales Syndrom, HPS bzw. HCPS).

Eine Übertragung von Mensch zu Mensch findet nur in extrem seltenen Fällen statt.

Eine Impfung bzw. medikamentöse Prophylaxe existiert nicht.

Medizinische Versorgung

Das medizinische Versorgungsangebot ist in den größeren Städten in der Regel mit dem in Europa zu vergleichen. Sie ist auf dem Lande jedoch vielfach technisch, apparativ und hygienisch problematisch. Ein ausreichender, weltweit gültiger Krankenversicherungsschutz und eine zuverlässige Reiserückholversicherung werden dringend empfohlen.

Die deutschen Auslandsvertretungen vor Ort stellen auf Wunsch Listen der ihnen bekannten deutsch- und englischsprachigen Ärzte zur Verfügung. Die Angaben erfolgen aufgrund von Informationen, die den Auslandsvertretungen zum Zeitpunkt der Abfassung vorliegen. Die Hinweise und insbesondere die Benennung der Ärzte sind dabei unverbindlich und ohne Gewähr. Der Patient hat für alle Kosten und Gebühren im Zusammenhang mit dem von ihm selbst erteilten Behandlungsauftrag aufzukommen.

Bitte beachten Sie neben unserem generellen Haftungsausschluss den folgenden wichtigen Hinweis:

Eine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit der medizinischen Informationen sowie eine Haftung für eventuell eintretende Schäden kann nicht übernommen werden. Für Ihre Gesundheit bleiben Sie selbst verantwortlich.

Die Angaben sind:

  • zur Information medizinisch Vorgebildeter gedacht. Sie ersetzen nicht die Konsultation eines Arztes;

  • auf die direkte Einreise aus Deutschland in ein Reiseland, insbes. bei längeren Aufenthalten vor Ort zugeschnitten. Für kürzere Reisen, Einreisen aus Drittländern und Reisen in andere Gebiete des Landes können Abweichungen gelten;

  • immer auch abhängig von den individuellen Verhältnissen des Reisenden zu sehen. Eine vorherige eingehende medizinische Beratung durch einen Arzt / Tropenmediziner ist im gegebenen Fall regelmäßig zu empfehlen;

  • trotz größtmöglicher Bemühungen immer nur ein Beratungsangebot. Sie können weder alle medizinischen Aspekte abdecken, noch alle Zweifel beseitigen oder immer völlig aktuell sein.

Haftungsausschluss

Reise- und Sicherheitshinweise beruhen auf den zum angegebenen Zeitpunkt verfügbaren und als vertrauenswürdig eingeschätzten Informationen des Auswärtigen Amts. Eine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit sowie eine Haftung für eventuell eintretende Schäden kann nicht übernommen werden. Gefahrenlagen sind oft unübersichtlich und können sich rasch ändern. Die Entscheidung über die Durchführung einer Reise liegt allein in Ihrer Verantwortung. Hinweise auf besondere Rechtsvorschriften im Ausland betreffen immer nur wenige ausgewählte Fragen. Gesetzliche Vorschriften können sich zudem jederzeit ändern, ohne dass das Auswärtige Amt hiervon unterrichtet wird. Die Kontaktaufnahme mit der zuständigen diplomatischen oder konsularischen Vertretung des Ziellandes wird daher empfohlen.


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