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Klima und Wetter

Das Land kann man in drei Zonen einteilen: Nord-, Mittel- und Südchile.

Nordchile (genannt „großer Norden“):
Der Norden ist wolkenreich und für seine geographische Breite kühl. Er besitzt viele Berge, die über 6.000 m hoch sind. Der höchste Punkt Chiles ist der erloschene Vulkan Ojos del Salado. Zwischen der Küste und der westlichen Anden-Hauptkette erstreckt sich die Atacamawüste. Diese Wüste ist eines der trockensten Gebiete der Erde; oft fällt jahrelang kein Regen. Sommer und Winter in Chiles Norden sind relativ mild bei Temperaturen um 15 – 25°C mit nur leichten saisonalen Änderungen.

Mittelchile:
In den zentralen Landesteilen herrscht ein fast mediterranes Klima mit wechselhaften Wintern und heißen, trockenen Sommern. Die höheren Lagen der Anden haben ein typisches alpines Klima mit Gletschern und ganzjährigem Schnee. Diese Region ist sehr fruchtbar und dicht besiedelt. Zentralchile hat stärkere ausgeprägte jahreszeitliche Wechsel mit durchschnittlichen täglichen Höchsttemperaturen von 29°C von Dezember bis Februar und rund 14°C im Juni.

Südchile:
Das sehr dünn besiedelte Südchile (genannt „großer Süden“) ist eine äußerst niederschlagsreiche Region. Die Küste ist durch eine Vielzahl vorgelagerter Inseln stark zerklüftet. Die Sommertemperaturen im süden Chiles sind mit 20°C etwas niedriger und können Mitte des Jahres unter 10°C fallen.


Insgesamt wird das Klima Chiles stark durch den Humboldt-Meeresstrom beeinflusst. Dieser fließt von Süden nach Norden und transportiert kaltes Meereswasser aus der Antarktis. Die Wassertemperaturen liegen dadurch in Chile deutlich niedriger als in gleichen Breitengraden anderswo. In Punta Arenas (Südchile) – das etwa gleich weit vom Äquator entfernt liegt wie Hamburg – beträgt die mittlere Tagestemperatur im Sommer nur 12 °C.

Eine Besonderheit des chilenischen Klimas ist der El-Niño-Effekt (auch Südliche Oszillation genannt). Dieses Klimaphänomen betrifft zwar hauptsächlich Länder wie Peru oder Indonesien, aber auch in Chile ist er etwa alle sieben Jahre wirksam und führt hier zu vermehrten Niederschlägen im Vergleich zu Normaljahren.

Klimatabelle von Santiago de Chile





Chile

Jahreszeiten: sind denen der nördlichen Halbkugel entgegengesetzt

  • Frühling: Sep. bis Nov.

  • Sommer: Dez. bis Feb.

  • Herbst: März bis Mai

  • Winter: Juni bis August





Landschaft

Die chilenischen Anden zählen zu den höchsten Gebirgszügen der Welt und weisen eine Vielzahl von Gipfeln über 6000 m auf. Der höchste Berg Chiles, der Ojos del Salado (6.893 m), ist gleichzeitig der höchste Vulkan der Welt.

Aufgrund der besonderen Struktur des Landes gibt es in Chile keine längeren Flüsse. Der längste Fluss ist der Río Loa mit 443 km. Mit den zunehmenden Niederschlägen nimmt nach Süden hin das mitgeführte Wasservolumen der Flüsse zu.

Zu den chilenischen Seen zählen im Norden die Salzseen, deren größter und bekanntester der Salar de Atacama (3.000 km²) ist. Ganz im Norden liegt einer der höchstgelegenen Seen der Welt der Lago Chungará mit 21,5 km² auf rund 4.500 m Höhe. Die großen und landschaftlich schönsten Seen erstrecken sich südöstlich der Stadt Temuco bis nach Puerto Montt.



Vegetation, Pflanzen

Durch die riesige Ausdehnung von über 4000 km Länge hat Chile sehr viele Vegetationszonen.

Nur wenig wächst im Bereich der Atacamawüste. In Küstennähe und im Bereich der Anden wachsen sehr viele verschiedene Kakteenarten, Sukkulenten und Zwergsträucher. Alle paar Jahre allerdings kommt es zu Regenfällen in der Wüste, so dass große Wüstenflächen für wenige Tage von Millionen von Blumen überzogen sind.

Südlich der Wüste folgt die Steppe mit trockenem Grasland. In den Anden wächst die steinharte Yareta auch „Andenpolster“ genannt. In den trockenen Gebieten wächst der „Boldo-Strauch“. An den Küstengebirgen und in den Anden gibt es Nebelwälder.

Im Bereich des Flusses Río Elquí beginnen die Weinanbaugebiete. Außerhalb des Flusstals gibt es nur Dornensträucher und Kakteen.

In Zentralchile wächst die Honigpalme. Es gibt auch zahlreiche große Eukalyptus-Plantagen.

In Südchile gibt es große Wälder, die dem gemäßigten Regenwald zugeordnet werden. Sie setzen sich vorwiegend aus Zypressen, Kiefern und Lärchen zusammen, ebenso sind Antarktische Scheinbuchen und Pappeln weit verbreitet.

Patagonien bildet eine weite Steppe und Tundra.

Feuerland ist von großen Mooren durchzogen. Hier halten sich nur noch wenige Baumarten, wie die Lenga-Südbuche, die Magellan-Südbuche oder die Coihue-Südbuche.



Tiere, Tierarten

An der Küste findet man Seelöwen, Seerobben, Ottern, den Humboldt-Pinguin, Pelikane, Mähnenrobben und Magellan-Pinguine. Desweiteren Seemöwen, Jótes (Geier) und Guanovögel.

In den Hochebenen leben Lamas, Alpakas, Guanakos und Vicunjas, alle aus der Familie der Kamele. Es gibt einige Eidechsenarten.

Der Chinchilla, ein Nagetier, und der Puma leben in gebirgigen Steppenlandschaften. Die Wälder bieten Platz für Hirsche, Chilenische Waldkatzen, Füchse und für Kolibris.

Über fast ganz Chile ist der majestätische Andenkondor verbreitet, einer der größten Vögel der Welt. Die großen Salzseen beherbergen tausende von Flamingos.

Im kargen Süden Feuerlands leben Eulen, Magellan-Füchse, Darwin-Nandus und Strauchratten (Degus).

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